Die Gründungsgeschichte
In Tausenden freiwillig geleisteter Arbeitsstunden wurde das von der Gemeinde Linz in der Linzer Hafengegend zur Verfügung gestellte Terrain zu einem Sportplatz ausgebaut.
Das Werk hatte sich gelohnt, denn die Spieler im rot-weissen Dress dankten es auf ihre Weise. Sie spielten in der damaligen Vafö-Liga, neben Vorwärts-Steyr, die erste Geige und stellten ihr Können in zahlreichen Freundschaftsbewerben gegen Wiener und deutsche Mannschaften unter Beweis.
1922/1923 nahmen sie erstmals an der Meisterschaft teil und erreichten auf Anhieb den vierten Platz.
1937 gelang der Aufstieg in die Bezirksklasse Oberdonau, dies entspricht der heutigen Landesliga.
1939 kam der Befehl aus Berlin, die Sportanlage für wehrwirtschaftliche Zwecke zu räumen. Durch den Krieg hatte man keinen eigenen Sportplatz mehr und die Spieler waren an der Front. Eine Fusion mit der Linzer Reichsbahnsportgemeinschaft - die eine eigene Sportanlage in der Unionstrasse aber keine Spieler hatte – war der einzige Ausweg zur Retung des Vereins. So wurde aus RAPID LINZ dann Reichsbahn. Unter diesem neuen Namen wurde bis 1945 erfolgreich in der Kriegsmeisterschaft gespielt.
WESTBAHN – LINZ
Sofort nach Kriegsende 1945 wurde der Vereinsname auf WESTBAHN LINZ geändert.
1945-1949 spielte Westbahn in der 1. Klasse und schaffte 1949 den Aufstieg in die Landesliga.
1951 wurden wir Landesligameister und stiegen in die zweit höchste Klasse Österreichs (B-Liga) auf. Durch einen Abstieg spielten wir 1952-1954 wieder in der Landesliga. Die österreichische Bundesbahn errichtete auf der Westbahn Sportanlage dann ein Materialdepot und der Spielbetrieb musste vorübergehend eingestellt werden. Ein Jahr später wurde in Urfahr „am Damm“ eine kümmerliche Bleibe gefunden und wir konnten wieder an der Meisterschaft teilnehmen. Durch die einjährige Zwangspause wurden wir von der Landesliga in die 1. Klasse Ost zurück gestuft.
Der Herbst 1957 war ein Meilenstein in der Geschichte der Westbahn. Wir konnten erstmals die neue Eisenbahnersportanlage in der „Neuen Heimat“ benutzen. Als erster österreichischer Amateurverein unternahmen wir eine Auslandstournee. Vom 04. -27. Juli nahmen unsere unvergessenen „Gustl Haudum“ in Dänemark, Schweden und Norwegen an insgesamt 11 Spielen teil. Auf Grund des großen Erfolges wurden auch in den nächsten Jahren wieder Auslandsreisen veranstaltet, in Summe bis zum Jahr 1984 immerhin die stolze Anzahl von 77 Spielen. Hiervon 34 in Norwegen, 28 in Griechenland, 11 in Schweden und je 2 Spiele in Dänemark und Finnland. Diese Zahlen hat kein anderer österreichischer Verein unserer Kategorie bisher erreicht.
Dies ist ein Grund mehr, als Westbahner mit Recht stolz auf unseren Verein zu sein.